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ttt - titel thesen temperamente (rbb) am Sonntag, 17. März 2019, um 23:05 Uhr

 
 
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München (ots) - Die geplanten Themen:

Hyper-Gentrifizierung

Ein Gespenst geht um in Berlin: Es ist das Gespenst der Enteignung
von großen Immobilienunternehmen, wie zum Beispiel die "Deutsche
Wohnen". Entstanden ist diese kühne Idee in den Köpfen von ganz
einfachen Menschen, die sich durch immer höhere Mieten in einem
grundlegenden Existenzrecht bedroht sehen: Dem Recht, ein bezahlbares
Dach über dem Kopf zu haben. Ist das die Revolution? Die Rückkehr des
Kommunismus? Oder nur die überfällige Abkehr von einer Politik, die
das menschliche Grundbedürfnis "Wohnen" der Privatwirtschaft zur
Ausbeutung überlassen hat? Die längst in der gesamten Stadt
grassierende Gentrifizierung, die um sich greifende Privatisierung
öffentlichen Raums bewirken, dass Mieter ihr Zuhause verlieren und
Kulturorte verschwinden. Am Ende steht die Kultur des Miteinanders
auf dem Spiel - und die Frage im Raum: Wie wollen wir leben, und wie
soll das gehen in Berlin und überall in Deutschlands Städten? Autor:
Andreas Lueg

Borussia und die Rechten

Borussia Dortmund - ein Spitzenteam der Fußballbundesliga. Was
viele nicht wissen: Sonntag für Sonntag hat der Verein aus dem
Ruhrgebiet Heerscharen von Rechtsextremen und Antisemiten im
Schlepptau, die sich unter die Fans mischen und das Image des Vereins
und des Fußballsports insgesamt ruinieren. Laut Eigenaussage ist
"kein anderer Erstligist in seiner Stadt mit so viel
Rechtsextremismus konfrontiert wie der BVB". Jetzt versuchen der
Verein und sein Sponsor Evonik gegenzusteuern. Das Chemieunternehmen
Evonik, Hauptsponsor des BVB, ist Rechtsnachfolger u.a. von Degussa
und I.G. Farben, jenen Unternehmen, die im Dritten Reich nicht nur
das Zwangsarbeiterlager Auschwitz-Monowitz (Buna-Werke) mitbetrieben,
sondern auch das Vernichtungsgas Zyklon B herstellten. Nun gibt es
Workshops mit "Ultra"-Fans, Ausstellungen zur Geschichte, Vorträge
und Gesprächsveranstaltungen mit Holocaust-Überlebenden - auch das
Stadionmagazin widmet sich dem Thema mit einem großen Sonderteil. Ist
das nur Marketing und Imagereparatur? Oder ein ernsthafter und
nachhaltiger Versuch, den Rechtsradikalismus in den eigenen Fanreihen
erfolgreich zu bekämpfen? Autor: Norbert Kron

Alice Merton

Es war der erste Song den sie veröffentlichte und er ging prompt
durch die Decke. NO ROOTS von Alice Merton wurde zum Welthit. Rund
400 Millionen Mal gestreamt, 170 Mio. Klicks bei YouTube, Top 10 in
über 10 Ländern und - was vor ihr nur Nena gelang - der Track hat es
auch in die amerikanischen Charts geschafft. Die 25 Jährige, der
Vater Engländer, die Mutter Deutsche, hat nun auf dem eigenen Label
"Paper Plane Records" ihr erstes Album "MINT" herausgebracht, mit dem
sie klarstellen will, dass sie kein One Hit Wonder ist. Wir haben
Alice Merton kurz vorm Start ihrer Europatournee bei der Probe in
Berlin getroffen. Autorin: Charlotte Pollex

Der Erfinder, der keiner war: Leonardo Da Vinci 2019 feiert Europa
den 500. Todestag von Leonardo Da Vinci. Wer wird da eigentlich
gefeiert? Ein Maler, Bildhauer, Architekt, Ingenieur, Philosoph,
Naturwissenschaftler, Erfinder. Kurzum: ein Meister aller Klassen,
ein Superman, ein Universalgenie. War er das wirklich? Der
Wissenschafts-Bestsellerautor Matthias Eckoldt geht in seinem gerade
erschienen Buch "Leonardos Erbe" den vermeintlichen Erfindungen von
Da Vinci nicht auf dem Leim, sondern auf den Grund. Fast könnte man
meinen, er stürzt einen Heiligen vom Sockel, aber er klärt nur ein
paar Trugbilder und Missverständnisse auf. Da Vinci nicht als Ikone,
sondern so wie er war. Autor: Lutz Pehnert

"Wahnsinn Kreuzfahrt" Wer sich auf eins der modernen
Riesen-Kreuzfahrtschiffe begibt, der braucht eigentlich gar nicht
mehr losfahren. Es gibt dort die Welt auf 15 oder 20 Decks -
Restaurants mit Essen aus aller Herren Länder, Shopping-Malls,
Discos, Kletterwände, mehrstöckige Poolrutschen, Fitness-Center und
demnächst wird ein Schiff mit Achterbahn vom Stapel laufen. Das Leben
auf dem so einem Schiff ist nach innen gerichtet - das Meer und die
Orte, wo die schwimmenden Urlaubsburgen anlegen, werden zur
Nebensache. Als "Alptraum- und Monsterschiffe" bezeichnet der
Buchautor Wolfgang Meyer-Hentrich in seinem Buch "Wahnsinn
Kreuzfahrt" die neuen Riesen-Schiffe. In Dubrovnik, der kleinen
kroatischen Hafenstadt an der Adria, legen manchmal bis zu 8 Schiffe
zur gleichen Zeit an. Dann strömen Tausende Touristen ins
UNESCO-Weltkulturerbe Dubrovnik, sie zücken ihre Selfie-Sticks,
machen ein paar Bilder, vermüllen die Stadt mit
Starbucks-Kaffeebechern und sind nach ein paar Stunden wieder weg.
Dieser Art von "Urlaub und Tourismus" haben Städte wie Dubrovnik
jetzt den Kampf angesagt. Der Bürgermeister der 1000-Einwohner-Stadt
will nur noch 2 Schiffe zugleich erlauben und die Liegegebühren
drastisch erhöhen. Die Frage ist, ob er und seine Kollegen in
Venedig, Barcelona und Amsterdam den Kampf gegen die global
agierenden Kreuzfahrtgesellschaften gewinnen können und ihre Städte
vor den modernen Kreuzfahrern wirklich retten können. Autor: Ulf
Kalkreuth Im Internet unter www.DasErste.de/ttt Moderation: Max Moor
Redaktion: Christine Thalmann, Ulf Kalkreuth (rbb)



Pressekontakt:
Agnes Toellner, Presse und Information Das Erste,
Tel: 089/5900 23876, E-Mail: agnes.toellner@DasErste.de

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ID: 134311 | Quelle: ots | Datum: 15.03.2019

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