Patientensicherheit: Fehler im OP erkennen und vermeiden / Fehlerkultur - Ein zentrales Thema auf dem Bundeskongress Chirurgie in Nürnberg

Patientensicherheit: Fehler im OP erkennen und vermeiden / Fehlerkultur - Ein zentrales Thema auf dem Bundeskongress Chirurgie in Nürnberg

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Bundeskongress Chirurgie
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Berlin (ots) - Aus Sicht von Patienten steht die Ergebnisqualität
bei chirurgischen Eingriffen immer im Vordergrund. Mindestmengen und
die Spezialisierung innerhalb der Chirurgie sind ein wichtiger
Bestandteil, um die bereits hohe Qualität in deutschen OP-Sälen
weiter zu verbessern. Potenzielle Risiken und Fehlerquellen müssen
erkannt, aufgetretene Fehler selbstkritisch aufgearbeitet werden.
Beim 20. Bundeskongress Chirurgie in Nürnberg am 23. und 24. Februar
werden deshalb Themen wie Fehlerkultur und Fehlermanagement im
Zentrum stehen.

"Das Bewusstsein für die leitliniengerechte Sicherstellung von
Prozessen im chirurgischen Alltag ist in den letzten Jahren
gewachsen. Vor allem verpflichtendes internes Qualitätsmanagement in
chirurgischen Praxen und Krankenhäusern hat dazu beigetragen", betont
Hans-Joachim Meyer, Präsident des Berufsverbandes der Deutschen
Chirurgen e.V. (BDC). So sei es beispielsweise gelungen,
Fehlerquellen im präoperativen Bereich durch eine eindeutige
Markierung der zu operierenden Extremität und ein verpflichtendes
"Team-Time-Out" zu Operationsbeginn weitgehend auszumerzen. 2016 ist
erstmals zu einem Rückgang der Antragsfälle bei der norddeutschen
Schlichtungsstelle für Arzthaftpflichtfragen gekommen.

Zur weiteren Verbesserung der chirurgischen Fehlerkultur wird beim
Bundeskongress eine Sitzung unter Beteiligung der Schlichtungsstelle
und des Aktionsbündnisses Patientensicherheit stattfinden. Dort
werden Fälle aus den Erfahrungen der Haftpflichtversicherer und die
Bedeutung eines aktiven Fehlermanagements (CIRS) thematisiert. "Es
nützt niemanden, Fehler oder Beinahe-Fehler und Risiken im
Behandlungsablauf zu ignorieren", erklärt Dr. med. Peter Kalbe,
Referatsleiter Niedergelassen Chirurgen im BDC.

Weiter stehen auf dem Bundeskongress Chirurgie Sitzungen zum Thema
Qualität - vor allem im Bereich der Hygiene - auf dem Programm. Eine
mit hochkarätigen Referenten besetzte Sitzung setzt sich mit den
zukünftigen Konsequenzen von Qualitätsindikatoren auseinander. Die
chirurgischen Berufsverbände betonen, dass eine hohe Qualität nicht
zum Nulltarif zu erhalten sei. Insbesondere die niedergelassenen
Chirurgen fordern analog zum Krankenhausbereich eine finanzielle
Förderung ihres Hygiene-Personals durch die Krankenkassen.

Der gemeinsame Bundeskongress Chirurgie feiert 2018 sein 20.
Jubiläum. Über 1.000 Teilnehmer aus Krankenhäusern und Praxen nutzen
die zweitägige Veranstaltung im Nürnberg Convention Center für ihre
Fortbildung und den kollegialen Austausch. Eine Industrieausstellung
und der traditionelle berufspolitische Vormittag am Samstag sowie
eine Sitzung zur sektorenübergreifenden Versorgung ergänzen das
fachliche Fortbildungsprogramm.

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Das Presse-Team des Bundeskongress Chirurgie betreut alle
Journalisten vor, während und nach dem Kongress. Wir kümmern uns um
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Sie regelmäßig über die Themen des BDC.

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und der Pressekonferenz anmelden.



Pressekontakt:
Julia Weilbach
Berufsverband der Deutschen Chirurgen e.V. (BDC)
Telefon: 030 2 80 04-200
Fax: 030 2 80 04-108
E-Mail: weilbach@bdc.de

Original-Content von: Berufsverband der Deutschen Chirurgen e.V. (BDC), übermittelt durch news aktuell

ID: 86389 | Quelle: ots | Datum: 12.02.2018

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