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NOZ: Hecking kann sich Job als Sportdirektor vorstellen

 
 
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Osnabrück (ots) - Hecking kann sich Job als Sportdirektor
vorstellen

Noch-Trainer von Mönchengladbach: "Dann wäre meine Trainerkarriere
beendet" - Kritik an Ausbildung des Trainernachwuchses

Osnabrück. Dieter Hecking kann sich nach seinem Aus als Trainer
bei Borussia Mönchengladbach zum Saisonende vorstellen, künftig als
Sportdirektor zu arbeiten. "Ich bin breit aufgestellt, habe einen
kaufmännischen Beruf erlernt und Sportmanagement studiert. Ich wäre
komplett offen für eine solche Aufgabe, auch wenn es mir schwer
fallen würde, den Trainerberuf aufzugeben", sagte der 54-Jährige in
einem Interview mit der "Neuen Osnabrücker Zeitung".

Für Hecking, der nach zweieinhalb Jahren in Mönchengladbach trotz
laufenden Vertrags den Verein im Sommer verlassen muss, wäre ein
Wechsel ins Management allerdings gleichbedeutend mit dem Ende seiner
fast 20-jährigen Trainerkarriere. "Wenn ich als Trainer aufhöre, um
Sportdirektor zu werden, dann ist das eine endgültige Entscheidung.
Dann wäre meine Trainerkarriere an dem Tag beendet, an dem ich
irgendwo als Sportdirektor zusage", erklärte er.

Die Ausbildung seiner Nachfolger sieht Hecking, der als Trainer
unter anderem bei Hannover 96, dem 1. FC Nürnberg und dem VfL
Wolfsburg in der Bundesliga tätig war, kritisch. "Die
Nachwuchsleistungszentren sind inzwischen auch Talentschmieden für
Trainertalente. Darin liegt aber auch eine Gefahr", sagte der
54-Jährige. Nicht immer würde dort die Nachwuchsförderung im
Mittelpunkt stehen. "Viele Trainer sehen vor allem ihr eigenes
Vorankommen und weniger die Arbeit mit dem Nachwuchs", meinte Hecking
und fügte an: "Auf der anderen Seite werden von den Trainern
Titelgewinne erwartet, weil viel Geld in den Nachwuchs investiert
wird. Wir beklagen ja gerade, dass wir die Talente nicht mehr haben
wie früher. Das könnte eine der Ursachen sein."


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Hecking: DFB muss stärker auf Praktiker setzen

Noch-Trainer von Mönchengladbach: "Warum holt man beim DFB nicht
Streich, Hecking, Nagelsmann oder Kohfeldt?" - Moderne Entwicklungen
mit traditionellen Werten des Fußballs verbinden

Osnabrück. Bundesliga-Trainer Dieter Hecking warnt davor, im
modernen Fußball alte Tugenden zu vergessen. "Wir müssen den Fußball
und seine Werte wieder in den Mittelpunkt rücken", sagte der
54-Jährige, der trotz laufenden Trainer-Vertrages im Sommer Borussia
Mönchengladbach verlassen muss, in einem Interview mit der "Neuen
Osnabrücker Zeitung". Aktuell gingen die Werte "teilweise verloren,
weil der Fußball eine große Geldmaschine geworden ist, eine
Wachstumsbranche, in die viele drängen, für die der Fußball nur
Mittel zum Zweck ist. Und der Zweck ist Geldverdienen", sagte
Hecking. Er sei kein Romantiker und verkläre auch nicht die alten
Zeiten, aber es sei dringend an der Zeit, sich wieder auf den Kern zu
konzentrieren. "Es muss möglich sein, die modernen Entwicklungen mit
den traditionellen Werten des Fußballs zu verbinden, ohne dass der
Sport Schaden nimmt. Gelingt das nicht, verlieren wir Stück für Stück
die Kultur, die den Fußball seit jeher ausgemacht hat."

Hecking plädiert darüber hinaus für eine Rückbesinnung auf die
Praxis im Fußball. "Die wissenschaftliche Betreuung und die digitalen
Analyse-Tools haben alle ihre Berechtigung, aber darüber dürfen die
Praktiker nicht vergessen werden, die diesen Sport fühlen und über
die Fakten, Daten und Zahlen hinaus unschätzbare Erfahrungen
mitbringen - das vielzitierte Bauchgefühl eines gestandenen
Trainers", sagt Hecking. Er glaubt, dass auch der Deutsche
Fußball-Bund auf diese Eigenschaften Wert legen sollte. Deshalb fragt
er ganz bewusst: "Warum holt man sich beim DFB, wenn die aktuellen
Probleme angegangen werden sollen, nicht die Erfahrung und die
Wissbegierde von Trainergenerationen, wie sie von Friedhelm Funkel,
Christian Streich, Dieter Hecking, aber auch von Julian Nagelsmann
oder Florian Kohfeldt vertreten wird?"



Pressekontakt:
Neue Osnabrücker Zeitung
Redaktion

Telefon: +49(0)541/310 207

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ID: 137796 | Quelle: ots | Datum: 12.04.2019

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