Deutschland, Deine Döner / Was essen wir da eigentlich? Reportage aus der Reihe betrifft am Mittwoch, 13. Juni 2018, ab 20:15 Uhr im SWR Fernsehen (VIDEO)

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Mainz (ots) -

Der Döner - er gehört zu den liebsten Fast-Food-Gerichten der
Deutschen. Geschätzt 16.000 Döner-Imbisse und -Restaurants gibt es in
Deutschland. Milliardenumsätze werden mit dem Fleisch am Drehspieß
gemacht. "Betrifft" wirft einen Blick auf die Erfolgsgeschichte des
Fastfood-Klassikers, der auch schon öfter unter
Gammelfleisch-Verdacht geriet, und fragt: Was essen wir da
eigentlich? Am 13. Juni, ab 20:15 Uhr im SWR Fernsehen.

War der Erfinder des Döners in Deutschland ein Schwabe? Nevzat
Salim will der erste gewesen sein - damals, 1969 in Reutlingen. Da
sei er auf die Idee gekommen, am Drehspieß gegrilltes Fleisch in
extragroße Brötchen zu packen und zu verkaufen. Der Startpunkt für
eine rasante Erfolgsgeschichte, den freilich auch weitere
Döner-Pioniere andernorts für sich reklamieren.

Anfangs bestand das Fleisch noch aus geschichteten Lamm- und
Rinderscheiben, getreu dem jahrhundertealten türkischen Original, so
wie Nevzat Salim es in seiner Heimatstadt Bursa gelernt hatte. Doch
das ist in vielen Döner-Restaurants heute nicht mehr die Regel.
Inzwischen hat sich hier der Hackfleischspieß durchgesetzt, eine
Gemisch aus Rind-, Kalb- und Putenfleisch. Ein solcher Spieß darf
selbst dann den Namen "Döner Kebab" tragen, wenn er bis zu 60 Prozent
aus Hack besteht. Doch diese Mischung kann problematisch sein, da
besonders anfällig für Panschereien, sagt Axel Bornemann, einer der
Lebensmittelkontrolleure der Stadt Stuttgart. Bei diversen
Gammelfleisch-Skandalen war immer wieder auch Dönerfleisch in den
Fokus der Ermittlungen geraten.

Die "betrifft"-Autoren Cordula Stadter und Carsten Rau begleiten
den Kontrolleur und seine Kollegen durch Döner-Imbisse und -Fabriken
im Großraum Stuttgart, machen Testkäufe und lassen das Dönerfleisch
in einem Labor analysieren. Das Ergebnis: Neben Geschmacksverstärkern
werden vor allem Fett und künstliche Phosphate zugesetzt, um Wasser
zu binden und das Fleisch in Form zu bringen. Je mehr Wasser, desto
schwerer wird der Spieß und desto teurer kann er an den Döner-Imbiss
verkauft werden. Ein Trick, der unter Umständen zu Lasten der
Döner-Konsumenten geht. Denn zu viel Phosphat kann zu gravierenden
Gesundheitsschäden führen. "Deutschland, Deine Döner" ist eine
brisante und unterhaltsame Spurensuche, die die Autoren auch in die
Türkei führt, wo sich die traditionellen Fleischspieße schon seit
Jahrhunderten drehen.

Film vorab für akkreditierte Journalisten auf
www.presseportal.SWR.de.

Fotos über www.ARD-Foto.de



Pressekontakt:
Sibylle Schreckenberger, Tel. 06131 929 32755,
sibylle.schreckenberger@SWR.de

Original-Content von: SWR - Südwestrundfunk, übermittelt durch news aktuell

ID: 99548 | Quelle: ots | Datum: 08.06.2018

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