Deutscher Apothekertag fordert Maßnahmen zur sicheren Produktion und besseren Kontrolle in der Arzneimittelversorgung (FOTO) © Bild:  obs/ABDA Bundesvgg. Dt. Apothekerverbände/ABDA/Magerstädt

Deutscher Apothekertag fordert Maßnahmen zur sicheren Produktion und besseren Kontrolle in der Arzneimittelversorgung

 
 
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München (ots) -

Zur Sicherung der Arzneimittelversorgung für alle Patienten in
Deutschland haben die 300 Delegierten des Deutschen Apothekertages in
München heute zahlreiche Beschlüsse gefasst. Dazu gehören eine
Stärkung der Arzneimittelproduktion innerhalb Europas, eine höhere
Transparenz bei der Wirkstoffherstellung und weitere Maßnahmen zur
Verhinderung von Lieferengpässen. Dabei soll vor allem das System der
Kontrolle von Wirkstoffverunreinigungen bei der
Fertigarzneimittelherstellung überprüft und weiterentwickelt werden.
Auch appellieren die Delegierten an die Bundesregierung, "sich dafür
einzusetzen, dass in allen Mitgliedsstaaten der EU Apotheken
lückenlos und konsequent überwacht werden, so dass keine rechtsfreien
Räume für Sonderformen von Apotheken zugelassen werden."

In einem der angenommenen Leitanträge heißt es, dass die
pharmazeutischen Unternehmer ausreichend Arzneimittel zur Verfügung
stellen sollen: "Hierzu gehört insbesondere, dass die notwendigen
Ausgangsstoffe für lebensnotwendige Arzneimittel, Impfstoffe und in
den Notfalldepots zu bevorratende Arzneimittel in ausreichendem Maße
innerhalb der Europäischen Union hergestellt werden." In einem
anderen beschlossenen Leitantrag heißt es: "Die geltenden Regelungen
zur Guten Herstellungspraxis sowie zur Sicherung und Kontrolle der
Qualität von pharmazeutischen Unternehmen müssen konsequent bei der
Herstellung von Fertigarzneimitteln angewendet und deren Einhaltung
von den zuständigen Behörden regelmäßig und umfassend überprüft
werden."

Ein weiterer Beschluss fordert den Gesetzgeber auf, "die
notwendigen Rahmenbedingungen zu schaffen, um für die Apotheker
Transparenz über Art und Weise der Synthese der Wirk- und Hilfsstoffe
der Fertigarzneimittel sowie die Syntheseorte herbeizuführen." Zudem
wird der Gesetzgeber laut Beschluss des Deutschen Apothekertages
aufgefordert, "durch geeignete, wirksame Maßnahmen auf nationaler und
europäischer Ebene unverzüglich die bedarfsgerechte Bereitstellung
von Arzneimitteln zu sichern, Lieferengpässe zu bekämpfen und
Versorgungsengpässe zu verhindern." Laut Antragsbegründung treten
Engpässe in den Apotheken inzwischen auch bei Antibiotika,
Schmerzmitteln oder Herzpräparaten auf.

Mehr Informationen unter www.abda.de



Pressekontakt:
Ansprechpartner:
Dr. Reiner Kern, Pressesprecher, 030 40004-132, presse@abda.de
Christian Splett, Pressereferent, 030 40004-137, c.splett@abda.de

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ID: 113356 | Quelle: ots | Datum: 11.10.2018

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