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Caritas international fordert Umdenken bei der Katastrophenhilfe

 
 
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Freiburg (ots) - Anlässlich des Tages der Katastrophenvorsorge
fordert Caritas international eine Neuausrichtung der weltweiten
Katastrophenhilfe: "Extreme Wetterereignisse wie Hurrikans oder
Erdbeben werden erst deshalb zu Katastrophen, weil es Menschen gibt,
die diesen Phänomenen schutzlos ausgeliefert sind", betont Oliver
Müller, der Leiter des Hilfswerks des Deutschen Caritasverbandes. Die
Betroffenen seien fast ausschließlich die Schwächsten und
Verletzlichsten der betroffenen Gesellschaften - Kinder, Schwangere,
alte Menschen und Menschen mit Behinderung.

"Nachhaltig ist Katastrophenhilfe nur, wenn sie die Ärmsten in die
Lage versetzt, selbst Vorsorge zu treffen und sich wirksam vor
Naturkatastrophen zu schützen", so Müller. Die Hilfe müsse bei den
Betroffenen vor Ort ansetzen, deren Schutzmechanismen stärken und
viel stärker als bisher auf Prävention ausgerichtet sein.
"Katastrophenhilfe und soziale Entwicklung müssen Hand in Hand
gehen". Nur so ließen sich die Folgen von Naturkatastrophen für die
Bevölkerung wirksam verringern. Angesichts der - auch klimabedingten
- Entwicklungen sei dies notwendiger denn je. So habe sich die Anzahl
der Naturkatastrophen weltweit in den letzten zwanzig Jahren
verdoppelt.

Ein Beispiel für lokal angepasste Strategien zum Schutz der armen
Bevölkerung ist die Katastrophenprävention von Caritas international
in El Salvador. Das Land steht auf dem Weltrisikoindex auf Platz 11
von 180. Jedes Jahr trifft es eine andere Naturkatastrophe. Allein
sieben Vulkane sind auf engstem Raum aktiv. Auf eigene Initiative und
mit Unterstützung der örtlichen Caritas lernen die Bewohner besonders
betroffener Regionen, wie sie ihr Leben und ihr Eigentum mit eigenen
Mitteln besser schützen können. Hierzu haben sie ein
Katastrophenschutz-Komitee gegründet, mit dem sie viele kleine
konkrete Vorsorgemaßnahmen wie Wasserableitungen an Steilhängen
umsetzen. Ein Großteil der betroffenen Bevölkerung ist in das auf
zwei Jahre angelegte Modellprojekt eingebunden und arbeitet mit
großem Engagement und aus eigenem Interesse daran, sich besser vor
künftigen Katastrophen zu schützen.

Nach diesem Muster betreibt Caritas international gemeinsam mit
ihren lokalen Partnerorganisationen inzwischen mehr als siebzig
Projekte zur Katastrophenprävention weltweit.

Caritas international ist das Hilfswerk der deutschen Caritas und
gehört zum weltweiten Netzwerk der Caritas mit 165 nationalen
Mitgliedsverbänden.



Pressekontakt:
Deutscher Caritasverband,
Caritas international,
Öffentlichkeitsarbeit,
Karlstr. 40,
79104 Freiburg.
Telefon 0761 / 200-0.
Michael Brücker (verantwortlich, Durchwahl -293),
Achim Reinke (Durchwahl -515)
www.caritas-international.de

Original-Content von: Caritas international, übermittelt durch news aktuell

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ID: 113562 | Quelle: ots | Datum: 12.10.2018

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