Ausländische Investoren beherrschen deutschen Markt für Logistikimmobilien - Preisanstieg lässt Profite schmelzen / Steigender Bedarf und knappes Angebot lassen Kaufpreise steigen und Renditen fallen

 
 
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Darmstadt (ots) - Der Markt für Logistikimmobilien befindet sich
im Wandel: Steigende Kaufpreise haben sinkende Gewinnspannen und das
geringe Angebot ein sinkendes Transaktionsvolumen zur Folge. So haben
die Spitzenrenditen für Logistikimmobilien in Deutschland und der
Schweiz im vergangenen Jahr die Fünf-Prozent-Hürde nach unten
durchbrochen. Der österreichische Markt liegt nur knapp über der
Schwelle. Gründe für diese Entwicklung sind eine stärkere
Sensibilität für den Verbrauch von Neubauflächen aufseiten der
Politik sowie die Konkurrenz durch den Wohnungsbau in citynahen
Lagen. Mittelfristig werden Logistikimmobilien in der DACH-Region
aber wegen des Trends zur Lieferung am Tag der Bestellung weiter in
der Nähe der wachsenden Großstädte gesucht. Um trotz hoher
Grundstückspreise ein profitables Geschäft zu ermöglichen, werden
Logistikimmobilien in Zukunft zweigeschossig oder unterkellert gebaut
und so die Flächenausnutzung maximiert werden.

Dies sind Ergebnisse des aktuellen "Marktreport
Logistikimmobilien" von Arcadis, der am Montag, 8. Oktober, auf der
Expo Real in München präsentiert wird (Halle A2, Raum A21, 13.45
Uhr).

Laut Einschätzung der Logistik-Experten von Arcadis haben die
Spitzenrenditen für moderne deutsche Logistikimmobilien in sehr guten
Lagen 2017 die Fünf-Prozent-Marke nach unten durchbrochen und liegen
nur noch bei 4,5 Prozent. Noch geringer fiel die Zahl mit 4,2 Prozent
in der Schweiz aus, während Investoren in Österreich mit 5,5 Prozent
noch etwas mehr profitierten. Dennoch ist der deutsche Markt für
Logistikimmobilien bei ausländischen Geldgebern besonders beliebt.
Ihr Anteil machte im vergangenen Jahr 73 Prozent aus, während deren
Zahl in der Schweiz lediglich bei 17 Prozent und in Österreich bei 27
Prozent lag. Den größten Anteil unter den ausländischen Investoren in
Deutschland stellen Geldgeber aus China mit einem Anteil von 30
Prozent, gefolgt von den Vereinigten Staaten (23 Prozent) und
Großbritannien (18 Prozent). "Für ausländische Anleger ist der
deutsche Markt für Logistikimmobilien vor allem aufgrund der
wirtschaftlichen Stabilität und des noch vergleichsweise großen
Angebots an Objekten interessant. Dieses Angebot wird nun allerdings
zunehmend kleiner", sagt Marcus Herrmann, CEO von Arcadis Europe
Central. Neuerschließungen von Industrie- und Gewerbeflächen an
Stadtgrenzen werden aus ökologischer und sozialer Sicht zunehmend
kritisch gesehen und staatlich immer stärker reguliert - und
Logistikimmobilien erfordern für Lagerkapazitäten besonders große
Flächen. Zudem konkurrieren Gewerbeinteressen gerade in
Ballungszentren zunehmend mit Plänen zur Schaffung neuen Wohnraums,
da der Zuzug in die Großstädte ungebrochen ist.

Nachfrage und Preise steigen weiter - Planer müssen kreativ werden

Die deutsche Bundesregierung hat sich das Ziel gesetzt, den
Flächenverbrauch bis zum Jahr 2030 auf unter 30 Hektar pro Tag zu
verringern. Bis zum Jahr 2050 will sie sogar das Verbrauchsziel
Netto-Null durch eine Flächenkreislaufwirtschaft erreichen. Oft
wandeln die Städte zudem Brach- oder Konversionsflächen von Gewerbe-
und Industrie- in Wohnbauflächen um, um die hohe Zuwanderung zu
bewältigen. In der Nähe von Wohngebieten bremsen außerdem Auflagen
die Logistikbranche, die dort das Gelände nicht rund um die Uhr für
den Lieferverkehr nutzen darf. Der boomende Online-Handel verstärkt
aber weiterhin die allgemeine Nachfrage nach Logistikflächen,
insbesondere in Ballungszentren. Um immer mehr Großstadtbewohner am
besten noch am Tag der Bestellung beliefern zu können, steigt der
Bedarf der Unternehmen nach Logistikimmobilien in der Nähe der
wachsenden Metropolen. "Mittelfristig werden Logistikimmobilien
weiter in der Nähe der Großstädte stark nachgefragt werden, damit
Pakete noch am selben Tag ausgeliefert werden können", sagt Heike
Henrich, Director of Business Advisory bei Arcadis. Das Potenzial für
städtische Nachverdichtung ist in den letzten Jahren jedoch schon zum
großen Teil ausgenutzt worden. Durch Recycling brachliegender
Industrie- beziehungsweise Gewerbeimmobilien könnten aber noch neue
Logistikflächen erschlossen werden. Außerdem wird die Verbesserung
der Flächenausnutzung immer wichtiger. "Um die verfügbaren
Quadratmeter besser auszunutzen, sind künftig auch zweigeschossige
oder unterkellerte Gebäude denkbar und citynahe neue Hybridgebäude
mit anteiligen Logistikflächen eine mögliche Alternative", so
Henrich.

Sinkende Transaktionen für 2018 und 2019 prognostiziert

Während der deutsche Markt für Logistikimmobilien im Vorjahr noch
ein Transaktionsvolumen von insgesamt 8,5 Milliarden Euro und somit
ein Plus von 81 verzeichnen konnte, geht Arcadis in diesem Jahr von
einem deutlich geringeren Wachstum aus, das sich auch 2019 noch
weiter abschwächen wird. Im Schnitt umfasste eine Transaktion einer
Logistikimmobilie in Deutschland ein Volumen von rund 61,1 Millionen
Euro. In der Schweiz legte die Bilanz 2017 im Vergleich zum Vorjahr
um 34 Prozent auf 913 Millionen Euro zu. Eine durchschnittliche
Transaktion umfasste dort 24,6 Millionen Euro. In Österreich ging das
Marktvolumen schon im Vorjahr um 22 Prozent auf 390 Millionen Euro
zurück. In der Mitte lag das Volumen einer Transaktion dort bei 11,7
Millionen Euro. "Daraus ergibt sich auf allen drei Märkten eine
Chance für Grundstücke, die aufgrund von suboptimaler Planung oder
Kontaminationen schwieriger zu entwickeln sind und in dieser Hinsicht
besondere Expertise benötigen", sagt Arcadis-Expertin Heike Henrich.

Die offizielle Präsentation des Arcadis "Marktreport
Logistikimmobilien" für Deutschland, Österreich und die Schweiz
findet am Montag, 8. Oktober, auf der Expo Real in München statt. Der
Vortrag der Arcadis-Experten Falk Schollenberger und Heike Henrich
richtet sich an interessiertes Fachpublikum und Journalisten.

Ort: Halle A2, Raum A21
Zeit: 13.45-14.25 Uhr

Über Arcadis

Arcadis ist das führende globale Planungs- und
Beratungsunternehmen in den Bereichen Immobilien, Infrastruktur,
Wasser und Umwelt. In Zusammenarbeit mit unseren Kunden erzielen wir
durch die Anwendung unserer profunden Marktkenntnisse sowie
kollektiver Planungs-, Beratungs-, Ingenieur-, Projekt- und
Managementleistungen herausragende und nachhaltige Ergebnisse während
des gesamten Lebenszyklus natürlicher Schutzgüter und baulicher
Vermögenswerte unserer Kunden. Mit unseren 27.000 Mitarbeitern in
mehr als 70 Ländern erwirtschaften wir einen Umsatz von 3,2
Milliarden Euro. Wir unterstützen UN-Habitat, das Zentrum der
Vereinten Nationen für menschliche Siedlungen, mit Wissen und
Know-how, um die Lebensqualität in schnell wachsenden Städten auf der
ganzen Welt zu verbessern. www.arcadis.com



Pressekontakt:
Arcadis Germany GmbH
Bertram Subtil
Telefon: 0151 17143438
E-Mail: bertram.subtil@arcadis.com

Original-Content von: ARCADIS Germany GmbH, übermittelt durch news aktuell

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ID: 112451 | Quelle: ots | Datum: 05.10.2018

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