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70 Jahre Israel - Solidarität mit den Juden und ihrem Staat in Zeiten wachsenden Hasses (FOTO) © Bild:  obs/Initiative 27. Januar e.V./Marsch des Lebens e.V.

70 Jahre Israel - Solidarität mit den Juden und ihrem Staat in Zeiten wachsenden Hasses

 
 
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Berlin (ots) -

Rund 70 Jahre nach der Staatsgründung Israels und 80 Jahre nach
der Reichspogromnacht vom 9. November 1938 plädieren vier deutsche
Organisationen für eine neue Sichtweise auf die deutsch-israelischen
Beziehungen. Die Botschaft lautet: "Gegen Antisemitismus. Für Israel.
Für Jerusalem." Im Rahmen einer Kundgebung auf dem Pariser Platz in
Berlin wird diese neue Perspektive am 10. November von 16-17 Uhr
näher vorgestellt werden.

Gegen Antisemitismus.

Jüngste Vorfälle zeigten erneut das erschreckende Ausmaß von offen
zur Schau getragenem Hass gegen jüdisches Leben in Deutschland. Zu
offenkundig antisemitischen Anfeindungen und Vandalismus gegen
jüdische Restaurants kam es in Berlin und Chemnitz, in Bonn zum
Angriff auf einen israelischen Professor, in Berlin zur
Gürtel-Attacke auf einen Kippa tragenden Israeli sowie zur
Verbrennung von Israel-Flaggen. Wir begrüßen deshalb die Einsetzung
von Antisemitismus-Beauftragten auf Bundes- und wo bereits geschehen,
auf Länderebene. Jedoch sehen wir wachsenden Bedarf für eine
praxisorientierte Ausbildung zur Identifikation und Bekämpfung von
Antisemitismus auf exekutiver Ebene, besonders für Polizisten,
Juristen und Lehrer. Einen weiteren Ansatz stellt die solide
Bildungsarbeit an Schulen bezüglich historischer, religiöser und
gesellschaftlicher Aspekte des Antisemitismus sowie der Entwicklung
des modernen Staates Israel dar. Diese sollte in den entsprechenden
Fächern noch nachhaltiger in den Rahmenlehrplänen verankert werden.

Für Israel.

Im März 2008 erklärte die Bundeskanzlerin die Sicherheit Israels
zum "Teil der Staatsräson" Deutschlands. Sowohl die Worte der
Bundeskanzlerin als auch die des Bundesaußenministers Heiko Maas, er
sei wegen Auschwitz in die Politik gegangen, sollten wegweisend für
die deutsch-israelischen Beziehungen sein. Doch diese Staatsräson ist
kein Selbstläufer - sie muss praktisch gelebt werden. Wir begrüßen
die konkreten Schritte, die u.a. in den deutsch-israelischen
Regierungskonsultationen im Oktober 2018 beschlossen wurden. Mehr
solcher konkreten Schritte bedarf es auch in den Beziehungen zum
Iran, dessen Regierung offen zur Auslöschung Israels aufruft. Merkel
bezeichnete die nukleare Bewaffnung des Iran jüngst als "reale Gefahr
(...) für Israel", die es zu verhindern gälte. Wir fragen: Warum baut
die Bundesregierung die Beziehungen zum Iran aus und verwehrt sich
Sanktionen zur Eindämmung des iranischen Atomprogramms?

Für Jerusalem.

Wir halten die ablehnende Haltung der Bundesrepublik Deutschland
gegenüber der demokratisch getroffenen Entscheidung des Staates
Israel, Jerusalem zu seiner Hauptstadt zu erwählen, für unsensibel.
Deutschland litt selbst über mehrere Jahrzehnte hinweg an dem Status
Quo einer gewaltsam geteilten Hauptstadt und durfte die Freude der
Wiedervereinigung sowie die internationale Anerkennung Berlins als
Bundeshauptstadt erleben. Warum also verweigert die Bundesregierung
dem Staat Israel dieselbe Freude und Gerechtigkeit bezüglich
Jerusalem?

Kundgebung am 10. November

Die vier Organisatoren der kommenden Kundgebung am 10. November
sind "Christen an der Seite Israels e.V.", die "Initiative 27. Januar
e.V.", die "Internationale Christliche Botschaft Jerusalem -
Deutscher Zweig e. V.", sowie der "Marsch des Lebens e.V.". Diese
setzen sich in ihren Satzungszielen für gelebte freundschaftliche
deutsch-israelische Beziehungen ein.



Pressekontakt:
Josias Terschüren
Direktor für Öffentlichkeitsarbeit der "Initiative 27. Januar e.V."
Haus der Bundespressekonferenz
Schiffbauerdamm 40, 4302
10117 Berlin
josias.terschuren@initiative27januar.org
Mobil: 01577/1423405

Original-Content von: Initiative 27. Januar e.V., übermittelt durch news aktuell

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ID: 113492 | Quelle: ots | Datum: 12.10.2018

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