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World Retail Banking Report 2017: Open Banking verspricht attraktives Ertragspotenzial für Banken

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Berlin (ots) - Die Open-Banking-Entwicklung ist kaum noch
aufzuhalten. Banken riskieren dabei den Verlust ihrer bedeutenden
Rolle als Finanzintermediär, wenn sie nicht ein eigenes Modell zur
zukünftigen Kundeninteraktion finden und sich dabei auch
Drittangeboten von FinTechs sowie weiterer Partnern öffnen. Die
Finanzinstitute könnten gemeinsam mit FinTechs die
Open-Banking-Bewegung anführen, indem sie ihren Kunden innovative und
personalisierte Dienstleistungen anbieten, die sowohl neues
Ertragspotenzial bieten als auch einen Mehrwert für die Kunden
darstellen. Das zeigt der World Retail Banking Report 2017 von
Capgemini und der Efma.

"Open Banking bietet Banken die Gelegenheit, ihren Kunden
attraktive, individuelle Produkte und Dienstleistungen von
Drittanbietern zu offerieren. Sie können so die Kundenbindung
steigern und sind darüber hinaus attraktiv für potenzielle Neukunden.
Doch sie brauchen eine strategische Weitsicht, um nicht langfristig
von den FinTechs aus dem Markt gedrängt zu werden", sagt Klaus-Georg
Meyer, Leiter Business & Technology Consulting für
Finanzdienstleister bei Capgemini in Deutschland.

API eröffnet den Weg zur Open Banking Transformation

Die Zusammenarbeit von Banken und FinTechs beim Open Banking ist
für beide Seiten ein Gewinn. Insbesondere für die Banken gilt dabei:
Obwohl die bereitgestellten Programmierschnittstellen (Application
Programming Interfaces - API) einige Herausforderungen in Sachen
Sicherheit und Datenschutz bergen, sind sie der zentrale
Erfolgsfaktor, da sie den Kreditinstituten ermöglichen, vom
Erfindungsreichtum der FinTechs zu profitieren, ohne ihre eigene
komplexe Infrastruktur anzutasten.

"Die erfolgreichsten Banken werden auf der Basis von API neue
Ertragspotenziale generieren und mehr Informationen über ihre Kunden
erhalten, während sie gleichzeitig das Kundenerlebnis verbessern";
sagt Vincent Bastid, Generalsekretär der Efma. "Bereits heute setzen
viele Banken API für einen besseren Informationsfluss zwischen ihren
internen IT-Systemen ein. Und wir sehen auch schon einige frühe
Nutzer, die ihre Rolle im Open Banking abstecken, indem sie proaktiv
ihre Systeme und Datenbestände für Drittanbieter öffnen und neue
Umsatzerlöse generieren."

Zusammenarbeit ist der Schlüssel zum Erfolg beim Open Banking

Wie genau die Entwicklung zum Open Banking vonstattengehen wird,
ist noch ungewiss. Eine knappe Mehrheit von FinTech-Unternehmen (53,8
Prozent) aber auch viele Banken (43,5 Prozent) prognostizieren eine
Zukunft, in der beide gemeinsam branchenübergreifende Plattformen
entwickeln, auf der sich ergänzende Dienstleistungen angeboten
werden. Etwas weniger wahrscheinlich, aber immer noch realistisch ist
das Szenario, dass Banken weiterhin Produkte und Services anbieten,
den Vertrieb aber FinTechs, sogenannten BigTechs wie Apple oder
Amazon oder auch anderen neuen offenen Plattformen überlassen. Das
hat den Vorteil der sinkenden Vertriebskosten, birgt aber das Risiko,
Markensichtbarkeit und auch Kundenzugang zu verlieren. Dieses
Zukunftsszenario wird von etwas weniger als der Hälfte der Fintechs
(47,8 Prozent) gesehen und von nur 28,8 Prozent der Banken.

Der Wille zur Zusammenarbeit zwischen FinTechs und Banken steht
dabei außer Frage. Fast alle Banken (91,3 Prozent) sowie ein Großteil
der FinTechs (75,3 Prozent) gehen davon für die Zukunft aus. Die
Banken werfen dabei den Zugang zu ihren Ressourcen, Erfahrung und
Know-how in die Waagschale. FinTechs hingegen bieten Agilität,
Schnelligkeit im Marktauftritt und einen unvergleichlichen Ansatz der
Kundenzentrierung. Der Kauf von FinTechs durch Banken spielt jedoch
fast keine Rolle (4,3 Prozent), andersherum schon gar nicht (0
Prozent). Durch die Zusammenarbeit und mit Hilfe der API können
Banken und Fintechs ihre jeweilige Stärke ausspielen und damit die
Kundenbedürfnisse weit besser abdecken als jeder für sich. "Viele
Unternehmen am Markt verstehen, dass Open Banking die neue Realität
ist. Aber sie wissen nicht, wie sie damit umgehen sollen", erläutert
Klaus-Georg Meyer von Capgemini.

FinTechs erzielen bessere Werte bei der Kundenerfahrung

Die FinTechs verstehen sehr gut, was genau Kunden wollen. Das ist
eine Bedrohung für die etablierte Bank-Kunden-Beziehung. Amazon,
Apple oder Facebook haben mit ihren Dienstleistungen den Maßstab für
Kundenerfahrung gesetzt - etwas, das Kunden nun auch von ihrer
Bankbeziehung erwarten. Aus diesem Grund nehmen Kunden auch die
Dienstleistungen von FinTechs an: 40,3 Prozent sagen, die neuen
Anbieter bieten eine positive Erfahrung, im Vergleich dazu tun dies
37,1 Prozent bei Banken. Der Abstand ist dabei in Nordamerika am
größten (57,8 Prozent gegenüber 49,5 Prozent), gleiches gilt für die
Antworten junger, techologieaffiner Kunden: Sie würden am ehesten
FinTechs nutzen.

"APIs machen Innovationen wie auch positive Kundenerfahrungen
einfacher, indem sie das Wissen von Banken und FinTech
zusammenbringen. Um Open Banking für alle Beteiligten zum Erfolg zu
führen, müssen Banken und FinTechs frühzeitig einheitliche Governance
und Technologie-Standards definieren. Hinzu kommt, dass viele Banken
auch noch ihre Rolle im Open Banking finden müssen", so Meyer
abschließend.

Über den World Retail Banking Report

Die diesjährige Ausgabe der Studie befasst sich damit, wie API die
ökonomische wie auch technologische Entwicklung beeinflussen und
damit in der Folge das produktive Zusammenspiel verschiedener Player
im Bankenumfeld. Basis sind Daten einer globalen Umfrage sowie von
Interviews mit Führungskräften aus 126 Banken sowie FinTechs.

Studienseite: www.worldretailbankingreport.com

Über Capgemini

Mit mehr als 190.000 Mitarbeitern ist Capgemini in über 40 Ländern
vertreten und feiert 2017 sein 50-jähriges Firmenjubiläum. Als einer
der weltweit führenden Anbieter von Management- und IT-Beratung,
Technologie-Services sowie Outsourcing-Dienstleistungen erzielte die
Gruppe 2016 einen Umsatz von 12,5 Milliarden Euro. Gemeinsam mit
seinen Kunden entwickelt Capgemini Geschäfts-, Technologie- sowie
Digitallösungen, die auf die individuellen Kundenanforderungen
zugeschnitten sind. Damit sollen Innovationen ermöglicht sowie die
Wettbewerbsfähigkeit gestärkt werden. Als multinationale Organisation
und mit seinem weltweiten Liefermodell Rightshore® zeichnet sich
Capgemini durch seine besondere Art der Zusammenarbeit aus - die
Collaborative Business ExperienceTM. Mehr unter www.de.capgemin.com

Über die Efma

Die Efma wurde 1971 von Banken und Versicherungsunternehmen mit
dem Zweck der Vernetzung von Entscheidungsträgern der Branche
gegründet. Die Gesellschaft stellt Studien zur Verfügung, die Banken
und Versicherungen in der Entscheidungsfindung bei Innovationen und
der Transformation unterstützen. Die Efma hat mehr als 3.300
Mitglieder aus 130 Ländern. Das Zentralbüro ist in Paris, weitere
Niederlassungen existieren in London, Brüssel, Barcelona, Stockholm,
Bratislava, Dubai, Mumbai und Singapur. Mehr Informationen unter
www.efma.com



Pressekontakt:
Capgemini
Achim Schreiber
Potsdamer Platz 5
10785 Berlin
030 88703-731
achim.schreiber@capgemini.com
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Original-Content von: Capgemini, übermittelt durch news aktuell

ID: 56381 | Quelle: ots | Datum: 19.06.2017

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