Global Micro Initiative e.V. - Wie Mikrokredite Frauenrechte stärken / Global Micro Initiative e.V. hilft Frauen mit Mikrokrediten in eine selbstbestimmtere Zukunft ...

© Bild:  obs/Global Micro Initiative e.V./Tobias Schüßler, GMI

Wie Mikrokredite Frauenrechte stärken / Global Micro Initiative e.V. hilft Frauen mit Mikrokrediten in eine selbstbestimmtere Zukunft

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Hösbach (ots) -

Mikrokredite gelten als wichtiges Instrument, um Frauenrechte in
Entwicklungsländern zu stärken. So ist es nicht verwunderlich, dass
die Mehrheit der Kreditnehmer weiblich ist. Unter den ärmsten
Kreditnehmern stellen sie sogar einen Anteil von 85% dar. In
Gesellschaften, in denen Frauen von Bankgeschäften und dem
allgemeinen Geschäftsleben größtenteils ausgeschlossen werden,
eröffnen Mikrokreditinstitutionen eine Vielzahl neuer Möglichkeiten.
Diverse Studien bestärken die Vergabe von Krediten an Frauen, die
laut der International Labour Organization einen großen Teil des
informellen Wirtschaftspotenzials darstellen. So scheinen Frauen das
geliehene Geld konservativer zu investieren und erreichen damit eine
zuverlässigere Rückzahlung an die Mikrokreditinstitutionen.

Positive Auswirkungen der Vergabe von Mikrokrediten

Frauen werden durch Mikrokredite dabei unterstützt, ihr eigenes
kleines Unternehmen aufzubauen oder zu erweitern. Dadurch erhöhen sie
ihren Beitrag zum Haushaltseinkommen und verbessern somit ihre
Stellung und ihr Mitspracherecht im familiären Gefüge. Dies stärkt
das Selbstbewusstsein und Selbstwertgefühl der Teilnehmerinnen. Da
Frauen das verdiente Geld nutzen, um das Wohlergehen ihrer Familie zu
fördern, verbessert ein Mikrokredit die Lebensumstände des gesamten
Haushalts. Die Weltbank argumentiert sogar, dass ein Dollar, der an
eine Frau verliehen wird, eine größere Entwicklungswirkung hat, als
ein Dollar, der an einen Mann verliehen wird.

Auch bei den eigenen Projekten bestätigten sich diese
Erkenntnisse. Catherine aus den Philippinen machte sich durch ihren
eigenen Lebensmittelladen, und später Reislieferservice, von ihrem
gewalttätigen Ehemann finanziell unabhängig. Dies ermöglichte ihr den
Kontaktabbruch, da sie nun nicht mehr auf seine finanzielle
Unterstützung angewiesen war. Glenda, ebenfalls Filipina, suchte und
fand dank ihres gestärkten Selbstbewusstseins einen Arbeitsplatz im
Ausland. Diese Entwicklung ermöglichte ihr die Trennung von ihrem
spielsüchtigen Mann, der das Familieneinkommen verzockte. Angelia
trägt nach ihrem WKP Ausbildungsprogramm einen größeren Anteil zum
Haushaltseinkommen bei und hat dadurch mehr Mitspracherecht bei
Familienangelegenheiten. Zuvor benötigte sie zur Teilnahme am
Ausbildungsprogramm noch die Zustimmung ihres Ehemannes. Die gleiche
Entwicklung zeigte sich auch bei Risa, die einen kleinen Laden
eröffnete und diesen mit dem Kredit ausbaute. Da sie nun mehr als die
Hälfte des Familieneinkommens erwirtschaftet, genießt sie eine
gleichwertigere Rolle im Haushalt.

Insgesamt zeigt sich, dass die vergebenen Mikrokredite und die
damit entstandenen Unternehmensaktivitäten das Selbstbewusstsein und
Selbstwertgefühl der Kreditnehmerinnen enorm gestärkt haben. Zudem
trugen die Kredite zu mehr Gleichberechtigung im Haushalt bei und
Frauen wurde eine selbstbestimmtere Lebensweise ermöglicht.

Rebecca Ghawi



Pressekontakt:
Silvia Schüßler, Vorstand Global Micro Initiative e.V.
Weißenbergerstraße 6, 63768 Hösbach, 06021 550332,
Silvia.Schuessler@global-micro-initiative.de

Original-Content von: Global Micro Initiative e.V., übermittelt durch news aktuell

ID: 49851 | Quelle: ots | Datum: 28.04.2017

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