Westfalen-Blatt: Das WESTFALEN-BLATT (Bielefeld) zur Alno-Pleite

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Bielefeld (ots) - Das Ende beim Küchenbauer Alno mit seiner
Tochter Wellmann in Enger ist so bitter wie lange befürchtet. Für
Misswirtschaft und Managementfehler müssen mehr als 1000 Mitarbeiter
mit ihrem Arbeitsplatz bezahlen. Sie sind die großen Verlierer. In
einer seit Jahren dank des Baubooms im Inland und florierender
Geschäfte im Ausland wachsenden Branche hat Alno es nie geschafft,
die Kurve zu kriegen. Dafür lastete auch ein zu hoher Schuldenberg
auf dem Unternehmen.

Der Versuch, sich davon zu befreien, kam spät und ging schief. Der
Einstieg des umstrittenen Investors Tahoe brachte nicht die Wende.
Der Streit zwischen dem langjährigen Vorstand und dem Geldgeber
belastete den strauchelnden Konzern bis zuletzt. Und er dürfte auch
noch vor Gerichten Fortsetzung finden.

Weil auch die Großkunden das Vertrauen in Alno verloren haben, war
das Ende unausweichlich. Die Mitarbeiter können nur hoffen. Darauf,
dass sie in der Küchenregion OWL bei den Branchenriesen einen neuen
Job finden. Oder dass bei der Abwicklung doch noch ein Investor das
Wellmann-Werk kauft, der - dann ohne Tarifbindung - einen Neuanfang
wagt.



Pressekontakt:
Westfalen-Blatt
Chef vom Dienst Nachrichten
Andreas Kolesch
Telefon: 0521 - 585261

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ID: 73859 | Quelle: ots | Datum: 24.11.2017

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