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Westfalen-Blatt: Das WESTFALEN-BLATT (Bielefeld) zum Buchmarkt

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Bielefeld (ots) - Wenn es um Streit geht, waren Literaten immer
schon gern vorn dabei. Ihre spitze Feder hat gerade auch Bertelsmann
in der Vergangenheit manches Mal zu spüren bekommen. Im Zentrum der
Kritik stand oft die Marktmacht der Gütersloher - etwa wenn ein
vorher selbstständiger Buchverlag übernommen wurde oder gleich eine
ganze Verlagsgruppe wie 1998 im Fall von Random House. An der
Autoren-Protestwand erschien mitunter sogar das Bild einer Krake,
die mit ihrer Marktmacht bestimmt, was die Menschen zu lesen
bekommen und was nicht. Ausgerechnet seit dem größten Coup, der
Fusion von Random House und Penguin, ist die Kritik leiser
geworden. Das wird jetzt nicht anders sein, da die Gütersloher ihren
Anteil auf 75 Prozent erhöhen. Grund ist natürlich die digitale
Herausforderung, die der Buchmarkt gerade wegen der starken
Stellung eines Konzerns bislang relativ gut gemeistert hat. Darüber
hinaus liegt es aber auch an der Geschäftspolitik von Bertelsmann,
die kleineren Einheiten wie Verlagen so lange großen Spielraum
einräumt, so lange unterm Strich die Zahlen stimmen.



Pressekontakt:
Westfalen-Blatt
Chef vom Dienst Nachrichten
Andreas Kolesch
Telefon: 0521 - 585261

Original-Content von: Westfalen-Blatt, übermittelt durch news aktuell

ID: 59708 | Quelle: ots | Datum: 11.07.2017

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