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Stiftung Menschen für Menschen: Nothilfe gegen Hunger

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München (ots) -

Seit wenigen Tagen rollen die mit Lebensmittel beladenen
Lastkraftwagen der Stiftung Menschen für Menschen - Karlheinz Böhms
Äthiopienhilfe wieder in die Dörfer in der Region Agarfa im Süden von
Äthiopien. Dort werden die dringend benötigten Nahrungsmittel an
aktuell 24.840 Kinder, Frauen und Männer verteilt. "Die Not ist nach
wie vor groß. Wir müssen dringend weiter handeln, sonst besteht die
Gefahr, dass die Menschen hungern werden", so Peter Renner, der im
Vorstand der Stiftung u. a. für die Projektarbeit der Organisation in
Äthiopien zuständig ist.

Die Bewohner des Dorfes Sheneka, etwa 500 Kilometer südöstlich von
Addis Abeba, sind stark von den Auswirkungen der Dürre betroffen. Die
einzigen grünen Pflanzen, die es in und um Sheneka noch gibt, sind
Kakteen. Sonst ist von den einst fruchtbaren Feldern nicht mehr viel
zu sehen. Karlheinz Böhms Äthiopienhilfe
(www.menschenfuermenschen.de) unterstützt seit November 2015 in
dieser Region Bedürftige mit notwendigen Lebensmitteln. Gemäß der
Empfehlung des Welternährungsprogramms der Vereinten Nationen
erhalten die Menschen pro Monat 15 Kilogramm Getreide, 1,5 Kilogramm
Hülsenfrüchte, 0,5 Liter Speiseöl sowie Famix für Kleinkinder,
schwangere Frauen und stillende Mütter.

Alfia Muktar. Ein Beispiel wie Nothilfe wirkt.

Besonders das Nahrungsergänzungsmittel Famix, ein proteinreiches
Pulver aus Zerealien, Mineralien und Vitaminen, habe dafür gesorgt,
dass ihre jüngsten Kinder nicht hungern müssen, sagt Alfia Muktar,
die mit ihrer Familie im Dorf Sheneka in der Region Agarfa lebt. Froh
und dankbar erzählt die Mutter, wie sie das Famix mit Wasser zu einem
Brei gekocht hat und ihren Kindern zu essen gab. "Wir haben immer auf
das Fahrzeug von Menschen für Menschen gewartet. Denn dann wussten
wir, dass wir wieder Nahrung erhalten und für die nächste Zeit
unseren Kindern etwas zu essen geben können", erzählt die 40-Jährige.
Die Versorgung mit Famix hilft, dass die Kinder - angesichts der
Mangelernährung - keine bleibenden gesundheitlichen Schäden
davontragen.

Nahezu 7,8 Millionen Menschen sind derzeit in Äthiopien nach den
verheerenden Dürren in den vergangenen beiden Jahren auf
Nahrungsmittelhilfe angewiesen. Fachleute erwarten, dass die Zahl der
Bedürftigen im zweiten Halbjahr auf bis zu 8,5 Millionen Menschen
ansteigen wird. Vor allem die Regionen im tiefen Süden und um
Südosten des Landes sind stark betroffen.

Eine Dürre von diesem verheerenden Ausmaß hat Äthiopien seit über
30 Jahren nicht mehr erlebt. Ganze Ernten sind seit 2015 verdorrt.
Die wenigen Vorräte wurden vielerorts aufgebraucht, Tiere wurden
verkauft oder sind verendet. Die Regenfälle blieben in einigen
Regionen in Äthiopien ganz aus oder blieben deutlich hinter den
erforderlichen Niederschlägen zurück. Durch die extreme
Wasserknappheit erreichten die Ernten nicht die notwendigen Erträge.
Millionen von Menschen sind weiter dringend auf Nahrungsmittelhilfe
angewiesen.

Abgestimmte Maßnahmen zur nachhaltigen Ernährungssicherheit
dringend notwendig

"Dürreperioden lassen sich nicht verhindern. Aber wenn Bauern
Vorräte anlegen können oder wenn die Felder genügend Ertrag bringen,
schwächt dies die Folgen solcher Klimaentwicklungen deutlich ab. Das
ist das Ziel unserer integrierten ländlichen Entwicklungsprojekte.
Hier lehren wir den Bauernfamilien effektive Anbau- und
Bewässerungsmethoden und verteilen ertragreiches Saatgut", erklärt
Menschen für Menschen-Vorstand Peter Renner.

Im Rahmen der sogenannten integrierten landwirtschaftlichen
Entwicklungsprojekte stellt Menschen für Menschen den Bauernfamilien
verbessertes Saatgut für Getreide oder neue Gemüsesorten zur
Verfügung. In Trainings werden den Menschen technisch
fortschrittliche Anbaumethoden gezeigt. Sie erhalten damit eine
verbesserte Kenntnis über nachhaltige Anbau- und
Bewässerungsmethoden. In Zusammenarbeit mit der Bevölkerung werden
Bewässerungsanlagen, Wasserreservoire, Nachtspeicher und Staubecken
gebaut, Boden- und Wasserkonservierungsmaßnahmen (Terrassierungen,
Dämme) sowie biologische Konservierungsmaßnahmen (mit tiefwurzelnden
Pflanzen, z.B. Vetivergras) durchgeführt. Tausende von Baumsetzlingen
werden in Aufforstungsprogrammen gepflanzt.

Dies führt zu einer nachhaltigen Landwirtschaft und somit zu
Ernährungssicherheit.

Informationen über Menschen für Menschen finden Sie hier:
www.menschenfuermenschen.de

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Spendenkonto
Stiftung Menschen für Menschen
Stadtsparkasse München
IBAN: DE64701500000018180018
SWIFT (BIC): SSKMDEMM
Online: www.menschenfuermenschen.de

Über Menschen für Menschen

Die Stiftung Menschen für Menschen leistet seit über 35 Jahren
nachhaltige Hilfe zur Selbstentwicklung in Äthiopien. Im Rahmen
integrierter ländlicher Entwicklungsprojekte verzahnt Menschen für
Menschen gemeinsam mit der Bevölkerung Maßnahmen aus den Bereichen
Landwirtschaft, Wasser, Bildung, Gesundheit und Einkommen. Den
Grundstein für Menschen für Menschen legte am 16. Mai 1981 der
damalige Schauspieler Karlheinz Böhm (gest. 2014) mit seiner
legendären Wette in der Sendung "Wetten, dass...?". Die Stiftung
trägt durchgängig seit 1993 das Spendensiegel des Deutschen
Zentralinstituts für soziale Fragen (DZI). Menschen für Menschen
setzt die Maßnahmen derzeit in zwölf Projektgebieten mit über 740
festangestellten und fast ausschließlich äthiopischen
Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern um.



Pressekontakt:
Stiftung Menschen für Menschen
Brienner Straße 46, 80333 München, Germany
Lisa Riegel, E-Mail: lisa.riegel@menschenfuermenschen.org
Tel.: +49 89 383979-60 / Fax: +49 89 383979-70

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ID: 61888 | Quelle: ots | Datum: 10.08.2017

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