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Schwäbische Zeitung: Sehnsucht nach dem Kaderplaner - Kommentar zum VfB Stuttgart

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Ravensburg (ots) - Wer die Hintergründe für die Entlassung von Jan
Schindelmeiser sucht, stochert im Nebel. In seinen 13 Monaten machte
sich der VfB-Manager mehr als verdient. Holte junge, talentierte
Spieler und Trainer, die den Club wieder zurück in die 1. Liga
brachten. Glättete mit rhetorischem Talent, Pathos und
Überzeugungskraft die Wogen unter den kritischen Mitgliedern und war
ein Vater der Ausgliederung. Lotste gerade neuen, vielversprechenden
Nachwuchs an Bord inklusive der Routiniers Zieler und Badstuber. Und
doch war all das seinem Präsidenten nicht genug: Wolfgang Dietrich
hatte sich mehr Qualität erhofft.

Drei Wochen Zeit hätte Schindelmeiser noch gehabt, seine Einkäufe
zu vollenden. Hatte er sein Budget etwa schon ausgereizt? Geht dem
VfB bereits das Geld aus? Hielt er sich nicht an Absprachen, ging er
zu viele eigene Wege, setzte er falsche Prioritäten, hätte er nicht
zuallererst die Defensive stärken müssen? Stimmte die Chemie nicht?

Offene Fragen, die bald beantwortet werden dürften. Hätte der VfB
nicht in Michael Reschke bereits einen Nachfolger in Sicht, der als
bester Kaderplaner des Landes gilt, Dietrich hätte nun ein massives
Rechtfertigungsproblem, ein großes sportliches Vakuum und wochenlange
Unruhe. So aber kann man sagen: Er ersetzt einen fähigen Mann durch
einen womöglich noch Fähigeren.



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ID: 61607 | Quelle: ots | Datum: 04.08.2017

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