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Rheinische Post: Kommentar: Distanz zu Trump

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Düsseldorf (ots) - Amerikanische Wahlkämpfe sind bekanntlich
beinhart, und es gehört zum gängigen Repertoire, den Gegner ausgiebig
mit Schmutz zu bewerfen. Sich dabei aber mit einer ausländischen
Macht einzulassen, wie es der Sohn von US-Präsident Donald Trump
offenbar vorhatte, grenzt an Landesverrat. Wie die Kontakte von
Donald Trump junior zu russischen Emissären rechtlich zu bewerten
sind, darüber wird vermutlich die US-Justiz zu befinden haben. Aber
schon jetzt ist der Schaden für den Präsidenten enorm, denn mit dem
letzten Rest seiner Glaubwürdigkeit in der Russland-Affäre ist es
vorbei: Vertuschen und nur das zugeben, was sich nicht mehr leugnen
lässt - das ist Trumps Masche. Doch Trumps Wählerbasis wirkt
unerschütterlich unbeeindruckt von den immer neuen Enthüllungen, und
die Republikaner wollen Trump offenbar um keinen Preis vor den
Midterm Elections in anderthalb Jahren fallenlassen. Mal sehen, ob
die Partei das wirklich durchhält. In jedem Fall könnte es aber bald
einsam werden um Trump, wenn nun schon sogar sein serviler Vize Mike
Pence auf Distanz geht.

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Original-Content von: Rheinische Post, übermittelt durch news aktuell

ID: 59859 | Quelle: ots | Datum: 12.07.2017

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