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Premiere: NATO Kompetenzzentrum unterstützt die Münchner Sicherheitskonferenz mit maritimer Expertise

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Kiel (ots) -

Die Münchner Sicherheitskonferenz (MSC) wird von einer Vielzahl
renommierter Institutionen, Behörden und Organisationen unterstützt,
erstmalig nun auch von den "maritimen Experten" der NATO aus Kiel.
Das Centre of Excellence for Operations in Confined and Shallow
Waters (COE CSW) und die MSC haben am 3.Juli 2017 ein Übereinkommen
zur künftigen Zusammenarbeit unterzeichnet.

Erste gemeinsame Projekte

Im Februar 2018 wird das COE CSW für die Realisierung einer
Veranstaltung während der 54. Münchner Sicherheitskonferenz
verantwortlich sein. In dem Expertengespräch sollen der steigenden
Bedeutung maritimer Sicherheit Rechnung getragen und aktuelle
Herausforderungen thematisiert werden.

Bereits im Oktober 2017 wird das COE CSW die MSC bei der
Fortsetzung der Reihe von Expertengesprächen zum Themenkomplex
"arktische Sicherheit" unterstützen. Der nächste "Arctic Security
Roundtable" findet im Vorfeld der renommierten Arctic Circle Assembly
in Reykjavik auf Island statt. Das COE CSW wird die Veranstaltung
fachlich begleiten und Experten aus dem eigenen Netzwerk beisteuern.

"Maritimes Zahnrad im Uhrwerk der MSC"

Der Direktor des COE CSW, Flottillenadmiral Jan C. Kaack, sieht
der Kooperation mit großer Erwartung entgegen: "Es freut mich
insbesondere, dass bei der MSC nun auch die Aspekte der maritimen
Sicherheit explizit thematisiert werden - liegen doch viele der
aktuellen sicherheitspolitischen Herausforderungen auf See, vor allem
im Bereich der Küstengewässer! Das COE CSW kann als maritime
Denkfabrik der NATO mit seiner Kompetenz und einem einzigartigen
internationalen Netzwerk quasi als maritimes Zahnrad im Uhrwerk der
MSC aktiv daran mitwirken, aktuelle maritime Herausforderungen der
Außen- und Sicherheitspolitik zu thematisieren und eine bestmögliche
Plattform für die Diskussion zu bieten."

Botschafter Wolfgang Ischinger, Vorsitzender der Stiftung Münchner
Sicherheitskonferenz, ist von dem Mehrwert der Partnerschaft
ebenfalls überzeugt: "Konfliktpotenzial in der Arktis und im
Südchinesischen Meer oder die Flüchtlingströme über das Mittelmeer
verdeutlichen immer mehr die wachsende, politisch-strategische
Bedeutung von maritimer Sicherheit. Deshalb begrüße ich, dass wir mit
dem COE CSW einen Partner gewonnen haben, der die MSC mit seiner
maritimen Expertise bereichern und unser Themenspektrum erweitern
wird. Ich freue mich auf die Zusammenarbeit"

Hintergründe zum COE CSW:

Das Centre of Excellence for Operations in Confined and Shallow
Waters ("Kompetenzzentrum für die Operationsführung in Randmeeren")
ist eine "Ideenschmiede" der NATO, in der neuartige Grundsätze für
maritime Einsätze entwickelt werden. Kernauftrag des COE CSW ist es,
neue operative Ansätze zu entwickeln, bestehende Konzepte schnell und
flexibel anzupassen und im engen Verbund mit Forschung, Entwicklung
und der Industrie, Impulse für neue Technologien und Systeme zu
geben. Darüber hinaus hat das COE CSW mit der Konzeption und
Ausrichtung zahlreicher internationaler Konferenzen und
Veranstaltungen zur maritimen Sicherheit ein herausragendes Ansehen
erworben.

Die Deutsche Marine besitzt besondere Fähigkeiten und verfügt über
fundierte Erfahrungen in Bezug auf das Einsatzgebiet von küstennahen
Gewässern. Diese Kompetenzen liegen insbesondere bei der, in Kiel
beheimateten, Einsatzflottille 1, die gemeinsam mit dem COE CSW in
einem Gebäude im Marinestützpunkt Kiel, synergetisch
zusammenarbeitet.

Bündnisweit gibt es derzeit 24 derartige Kompetenzzentren, drei
davon befassen sich mit maritimen Fragen. Im COE CSW in Kiel arbeiten
38 Soldaten und Soldatinnen und Angestellte, darunter ausländische
Offiziere aus Italien, Polen, den Niederlanden, Dänemark, Türkei,
Griechenland, Finnland und den USA. Weitere Staaten, unter anderem
Ostseeanrainer wie Litauen, streben eine Mitgliedschaft an.

Über die MSC (www.securityconference.de)

Im Laufe der vergangenen fünf Jahrzehnte hat sich die Münchner
Sicherheitskonferenz zu dem zentralen internationalen Forum für die
Debatte sicherheitspolitischer Themen entwickelt. Jedes Jahr im
Februar, kommen über 450 hochrangige Entscheidungsträger aus aller
Welt zusammen, um über aktuelle und zukünftige sicherheitspolitische
Konfliktfelder bzw. Herausforderungen zu diskutieren. Dazu zählen
Staats- und Regierungschefs, Minister, führende Persönlichkeiten aus
internationalen und nichtstaatlichen Organisationen sowie hochrangige
Vertreter aus Industrie, Medien, Forschung und der Zivilgesellschaft.

Zusätzlich zur Hauptkonferenz in München, veranstaltet die MSC
regelmäßig hochkarätige Veranstaltungen zu ausgewählten Themen bzw.
Regionen und veröffentlicht den jährlich erscheinenden "Munich
Security Report". Alle Aktivitäten sind darauf ausgerichtet,
bestmögliche Plattformen für einen offenen Meinungs- und
Ideenaustausch zu bieten.

2017 wurde die MSC in einer umfassenden Studie der University of
Pennsylvania erneut als beste "Think Tank Conference" der Welt
ausgezeichnet.



Pressekontakt:
Fregattenkapitän Arne Krüger
Tel.: 0431-71745-6300
E-Mail: a.krueger@coecsw.org

Original-Content von: Presse- und Informationszentrum Marine, übermittelt durch news aktuell

ID: 60040 | Quelle: ots | Datum: 14.07.2017

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