MDR Mitteldeutscher Rundfunk - Preis des MDR-Rundfunkrates 2017 im Rahmen des Kinder-Medien-Festivals Goldener Spatz für das beste Drehbuch geht an Amelie rennt ...

Preis des MDR-Rundfunkrates 2017 im Rahmen des Kinder-Medien-Festivals "Goldener Spatz" für das beste Drehbuch geht an "Amelie rennt"

Anzeige

Leipzig (ots) -

Sperrfrist: 16.06.2017 17:00
Bitte beachten Sie, dass diese Meldung erst nach Ablauf der
Sperrfrist zur Veröffentlichung freigegeben ist.

Die deutsche Autorin Natja Brunckhorst erhält die Auszeichnung für
das Drehbuch zum Film "Amelie rennt". Der Preis der Jury des
MDR-Rundfunkrates für das beste Drehbuch wird traditionell im Rahmen
des Kinder-Medien-Festivals "Goldener Spatz" verliehen - in diesem
Jahr am Freitag, 16. Juni, ab 15 Uhr im Großen Haus des Erfurter
Theaters.  

Inhalt: Die 13-jährige Amelie, eine freche Großstadtgöre und das
sturste Mädchen der Welt, leidet an Asthma. Nachdem Amelie wieder
einmal einen schweren Anfall erlitten hat, schicken sie die Ärzte in
eine Lungenklinik nach Südtirol. Dort soll sie sich erholen und
Techniken erlernen, die ihr das Atmen erleichtern. Amelie aber
ignoriert weiterhin ihre Krankheit und will sich partout nicht helfen
lassen. Eines Abends reißt sie aus dem Therapiezentrum aus und geht
dorthin, wo sie niemand vermutet: in die Berge. Dort begegnet sie dem
15-jährigen Bart und erlebt mit dem stillen, zupackenden Bauernjungen
das größte Abenteuer ihres Lebens.  

In der Begründung der Jury des MDR-Rundfunkrates zur Preisvergabe
an Natja Brunckhorst für das beste Drehbuch heißt es: "Überzeugt
haben uns das Spiel der hervorragend gezeichneten Charaktere, deren
Dialogwitz sowie der gut geführte Spannungsbogen, der zwei junge
Menschen auf einen gemeinsamen Weg führt. Die Themen Krankheit und
Zuneigung werden im Film nicht zur dramaturgischen Überwältigung der
Zuschauer genutzt, dennoch wird eine berührende, emotionale Tiefe
erzeugt. Die Dialoge sind jugend- und kindgerecht, ohne sich einer
Jugendsprache anzubiedern. Sie spielen charmant, anerkennend zwischen
den städtischen und ländlichen Kulturen.

Amelie rennt. Sie rennt nicht nur, sie flüchtet. Sie flüchtet vor
ihren Freunden, vor ihren Eltern und vor ihrer Krankheit. Durch
Provokation und Ablehnung versucht Amelie ihre immense Last der
Krankheit zu bewältigen. Auf die Spitze getrieben, im wahrsten Sinne
des Wortes, reißt sie in den Bergen Südtirols aus, um in ihrer
Sturheit den Gipfel zu erreichen. Sie nimmt sich die Freiheit, eine
eigene Entscheidung über ihr Leben zu treffen. Begleitet wird sie von
Bart, der sie ertragen muss, dann rettet und zum Schluss bis fast
ganz hinauf trägt.

Die Jury würdigt die geschickte dramaturgische Aufarbeitung der
Themen Krankheit, Zuneigung und persönlicher Verantwortung."

Bereits zum 17. Mal würdigt der MDR-Rundfunkrat in diesem Jahr
Autoren, deren Filme oder Fernsehbeiträge sich in besonderer Weise
den Problemen von Kindern und Jugendlichen widmen und sich dabei der
Förderung des humanistischen Gedankenguts verpflichtet fühlen.  

Der Film lief in der Wettbewerbskategorie "Kino-/Fernsehfilm".  

Die Jury des MDR-Rundfunkrates besteht aus Kai Ostermann
(Rundfunkrat), Thüringen, Christian Schramm (Verwaltungsrat),
Sachsen, Dr. Jürgen Weißbach (Verwaltungsrat), Sachsen-Anhalt sowie
Chris Raiber, dem Vorjahressieger.

Der Preis ist mit 4.000 Euro dotiert und wird durch Spenden der
MDR-Gremien-Mitglieder finanziert. 



Pressekontakt:
Steffen Flath, Vorsitzender des MDR-Rundfunkrates
Tel.: (0341) 3 00 62 21, E-Mail: rundfunkrat@mdr.de

Original-Content von: MDR Mitteldeutscher Rundfunk, übermittelt durch news aktuell

ID: 56233 | Quelle: ots | Datum: 16.06.2017

Anzeige

Das könnte Sie auch interessieren

Freizeit
Wirtschaft
Personalien
Medien
Ratgeber
IT und Kommunikation
Industrie
Agrar