MYPEGASUS GmbH - MYPEGASUS an kleiner Transferlösung für Air Berlin beteiligt ...

© Bild:  obs/MYPEGASUS GmbH/Andreas Wiese/airberlin

MYPEGASUS an kleiner "Transferlösung" für Air Berlin beteiligt

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Berlin (ots) -

Alle Versuche zur Einigung auf eine große Auffanglösung für ca.
4500 Beschäftigte der insolventen Fluggesellschaft Air Berlin sind an
der Finanzierung gescheitert. Bayern wollte kein Geld geben,
Nordrhein-Westfalen und der Bund nur in einem geringen Umfang. Dass
der Fall letztlich nicht so endete wie 2012 bei Schlecker, als in
letzter Minute eine Transferlösung für die 10.000
Schleckerbeschäftigten platzte, ist der Berliner Landesregierung und
dem Sachwalter zu verdanken, aber auch der Hartnäckigkeit der Verdi
und der Betriebsräte der Air Berlin Boden.

Insbesondere für die Beschäftigten des Bereiches Boden gibt es nun
ab dem 1.11. 2017 eine "kleine Lösung".

Den aktuellen Zahlen zufolge bekommen insgesamt 1.128 Beschäftigte
die Möglichkeit in eine Transfergesellschaft zu wechseln. Diese wird
von MYPEGASUS im Verbund mit zwei weiteren Transferträgern (der BOB
Transfer aus Essen und der Personaltransfer aus Berlin) organisiert
und durch eine externe Koordinierungsstelle (der PCG aus Essen)
gelenkt. Die Beschäftigten werden zu mehreren Terminen, beginnend am
01.11.2017 und endend am 30.06.2018, von Air Berlin freigestellt. Das
Unternehmen benötigt bis zur endgültigen Abwicklung noch zahlreiche
Beschäftigte und hat daher in einer ersten Welle zunächst nur rund
400 Boden-Beschäftigte freigestellt. Weit mehr als die Hälfte dieser
Beschäftigten hat bereits den Vertrag mit den Transferträgern
unterzeichnet. Wegen der Sondersituation wurde die Meldefrist für die
Transfergesellschaft verlängert, so dass in den kommenden Tagen
weitere "Airberliner" in die Transfergesellschaft wechseln werden.

Aktuell laufen Verhandlungen zwischen den Betriebsparteien
hinsichtlich der Air Berlin Technik. Rund 600 Beschäftige könnten zum
01.12.17 an den Standorten München, Berlin und Düsseldorf in eine
Transfergesellschaft übergehen.

Innerhalb der Laufzeit von 6 Monaten erhalten die Beschäftigten in
der Transfergesellschaft eine Aufstockung auf 75 % ihres letzten
Nettoeinkommens, Qualifizierungsmöglichkeiten sowie professionelle
Unterstützung bei der Suche nach einer neuen Beschäftigung. Sollten
die Arbeitnehmer bis dahin keine neue Arbeit gefunden haben, greifen
die normalen Mechanismen des ALG I. "Die Beschäftigten gewinnen durch
die Transfergesellschaft wertvolle Zeit für die berufliche
Neuorientierung, sagt Jan Kiehne, Geschäftsführer der MYPEGASUS. In
dieser Zeit sind sie voll sozialversicherungspflichtig beschäftigt.
Seit einer Gesetzesänderung Mitte 2016 sind sogar ganze Umschulungen
in der Transfergesellschaft möglich".

Transfergesellschaften sind für Beschäftigte in einer schwierigen
Situation eine wichtige Stütze. Neben der materiellen Absicherung
werden die Betroffenen auch mental aufgefangen. Arbeitsmarktprofis
geben wichtige Tipps zum Bewerbungsprozess und recherchieren
potentielle Arbeitgeber.

"Wir begrüßen es sehr, dass die Transfergesellschaft für die Boden
Beschäftigten nunmehr ihre Arbeit aufgenommen hat", sagt daher auch
Christine Behle, zuständiges ver.di-Bundesvorstandsmitglied. Dadurch
erhalten die Betroffenen zusätzliche Perspektiven und gewinnen Zeit.
Ver.di hat sich sehr für die Transfergesellschaft stark gemacht und
findet es außerordentlich positiv, dass der Berliner Senat diese
Lösung ebenfalls unterstützt und die finanziellen Zusagen eingehalten
hat.



Pressekontakt:
MYPEGASUS GmbH
Dusan Vesenjak
Burkhardt + Weber Str. 57
72760 Reutlingen
07212-3475-16
dusan.vesenjak@mypegasus.de

Original-Content von: MYPEGASUS GmbH, übermittelt durch news aktuell

ID: 69747 | Quelle: ots | Datum: 03.11.2017

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