KfW - KfW gründet Tochtergesellschaft für Beteiligungsfinanzierung ...

KfW gründet Tochtergesellschaft für Beteiligungsfinanzierung

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Frankfurt am Main (ots) -

- Stärkung des Standorts Deutschland für Startups und schnell
wachsende innovative Technologieunternehmen
- Geplantes Investitionsvolumen von 2 Mrd. EUR in den kommenden 10
Jahren
- Gründung einer eigenen Tochtergesellschaft Anfang 2018, Aufnahme
operatives Geschäft Mitte des Jahres

Die KfW wird ihre Aktivitäten im Bereich Beteiligungsfinanzierung
in den kommenden Jahren substantiell ausbauen. Dazu wird sie zu
Beginn des Jahres 2018 eine eigene Tochtergesellschaft gründen. Der
gemeinsamen Initiative von Bundeswirtschaftsministerium (BMWi),
Bundesfinanzministerium (BMF) und KfW hat der Verwaltungsrat der KfW
bei seiner Sitzung am 29. Juni 2017 zugestimmt. Die neue Gesellschaft
wird künftig das Finanzierungsangebot der KfW im Bereich Venture
Capital (VC) bündeln und erweitern.

Ziel der neuen Gesellschaft ist es, das Angebot an Wagniskapital
für innovative technologieorientierte Unternehmen in der
Startup-Phase und in der besonders kapitalintensiven frühen
Wachstumsphase zu verbessern. Speziell in der Phase, in der
Unternehmen neue Märkte erschließen und schnell expandieren wollen,
mangelt es in Deutschland bisher an einem ausreichenden
Kapitalangebot. Die Angebotslücke in der Start-up- und frühen
Wachstumsphase bei Anschluss- und Wachstumsfinanzierungen in
Deutschland beläuft sich nach Schätzungen auf derzeit rund 500 bis
600 Mio. EUR p. a.

Hierzu der Staatssekretär im BMWi, Matthias Machnig: "Mit der
heute beschlossenen Gründung einer KfW-Tochtergesellschaft macht die
KfW den entscheidenden Schritt, um ihr Beteiligungsgeschäft neu
auszurichten und marktgängiger zu gestalten. Sie leistet damit einen
wichtigen Beitrag zu unserem Ziel, das Wagniskapitalvolumen in
Deutschland in den kommenden Jahren zu verdoppeln. Dazu müssen wir
die bestehende Finanzierungslücke schließen, damit Startups das
nötige Kapital haben, um zu wachsen und sich am Markt durchzusetzen."

Der Parlamentarische Staatssekretär im Bundesministerium der
Finanzen, Jens Spahn, betonte: "Wir arbeiten mit Hochdruck daran,
dass digitale Zukunft in Deutschland stattfindet. Mit dem neuen
Angebot der KfW werden die Finanzierungsbedingungen für Start-Ups
weiter verbessert. Wir gehen die Angebotslücke bei Anschluss- und
Wachstumsfinanzierungen konsequent an. Das Geld kann jetzt schneller,
mit marktüblichen Prozessen und mehr Start-Up-Expertise bei den
Unternehmen ankommen."

Dr. Ingrid Hengster, Vorstandsmitglied der KfW, sagte:
"Deutschland verfügt mittlerweile über eine beachtliche, vielfältige
Start-up-Szene. Gegenwärtig stellt die Finanzierung jedoch viele
dieser innovativen Unternehmen vor Probleme. Dies kann dazu führen,
dass wichtige Wachstumsinvestitionen verzögert oder gar nicht
angegangen werden. Um das zu ändern, braucht es eine
Finanzierungslandschaft, die Unternehmen auch bei starkem Wachstum
aktiv begleitet. Mit der Gründung der Tochtergesellschaft bündeln wir
unser Engagement in der Beteiligungsfinanzierung unter einem Dach und
schaffen die Voraussetzung dafür, das Ökosystem für
Wachstumsfinanzierungen in Deutschland weiter zu stärken."

Die neue KfW-Tochter fokussiert sich auf Investitionen in
Venture-Capital-Fonds. Diese wiederum beteiligen sich an jungen
technologieorientierten Unternehmen in Deutschland und stärken
dadurch deren Kapitalbasis. Auch Investitionen in so genannte Venture
Debt Fonds werden möglich sein. Diese Fonds stellen Unternehmen zur
Finanzierung ihrer risikoreichen Expansionsphase Fremdkapital zur
Verfügung. Das Geschäft der KfW im Bereich Venture Capital wird
künftig von der neuen Beteiligungstochter betrieben. Darunter fallen
das Engagement im High-Tech Gründerfonds, der in 2016 gegründete
Venture Capital-Fonds coparion sowie das Engagement im Programm
"ERP-Venture Capital-Fondsinvestments" im Risiko des
ERP-Sondervermögens. Bis zum Jahr 2020 soll die Gesellschaft ihr
jährliches Investitionsvolumen auf 200 Mio. EUR steigern und so in
den kommenden zehn Jahren rund 2 Mrd. EUR für wachstumsorientierte
High-Tech-Firmen zur Verfügung stellen.

Die Geschäftsführung der Gesellschaft wird mit jeweils einem
Experten aus dem Markt und aus der KfW besetzt. Die Gesellschaft wird
Mitte des Jahres 2018 ihre operative Geschäftstätigkeit aufnehmen.



Pressekontakt:
KfW, Palmengartenstr. 5 - 9, 60325 Frankfurt
Kommunikation (KOM), Wolfram Schweickhardt
Tel. +49 (0)69 7431 1778, Fax: +49 (0)69 7431 3266,
E-Mail: Wolfram.Schweickhardt@kfw.de, Internet: www.kfw.de

Original-Content von: KfW, übermittelt durch news aktuell

ID: 58252 | Quelle: ots | Datum: 30.06.2017

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