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Börsen-Zeitung: Im Gelobten Land, Kommentar zu M & A von Heidi Rohde

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Frankfurt (ots) - Mag Präsident Donald Trump auch den USA als
Wirtschaftsstandort schon den einen oder anderen Kollateralschaden
zugefügt haben - für die Technologie-, Telekommunikations- und
Medienbranche (TMT) bleiben die Vereinigten Staaten das Gelobte Land.
Viele Emerging Markets zeigen zwar eine hohe Wachstumsdynamik, doch
die Wertschöpfung des US-Marktes im TMT-Sektor ist weltweit spitze
und die Innovation der Branche findet bisher ebenfalls weitgehend
dort statt.

Überdies hat die neue Regierung gleich zu Beginn Hoffnungen
genährt, dass sie für Fusionen und Zusammenschlüsse offener sein wird
als die Vorgänger-Administration. Seither herrscht lebhaftes Treiben
auf dem M-&-A-Parkett, auf dem die TMT-Unternehmen schon immer "groß"
auftreten. Der Vorstoß von Altice für eine 185 Mrd. Dollar schwere
Übernahme des Konkurrenten Charter Communications setzt eine neue
Rekordmarke, dies allerdings nicht von ungefähr. Denn in der Branche
spielen Größenvorteile eine entscheidende Rolle. Sie sichern auch bei
einem nur noch schwach wachsenden Kerngeschäft in der US-Kabelbranche
eine hohe Ertragskraft.

Der französische Kabelkonzern hat seine Expansion in wenigen
Jahren mit Siebenmeilenstiefeln vorangetrieben und dabei auch beim
Sprung über den Atlantik keine halben Sachen gemacht. Nach den zwei
kurz hintereinander erfolgten Akquisitionen von Suddenlink und
Cablevision wurde Altice US an die Börse geführt und so mit einem
eigenen Kapitalmarktzugang zur Akquisitionsfinanzierung ausgestattet.
Gleichwohl könnten die Investoren etwas Anstoß daran nehmen, dass der
Mutterkonzern mittlerweile Nettoschulden in Höhe der
Marktkapitalisierung von rund 20 Mrd. Euro hat. Somit ist ein Deal
für Altice noch nicht gestrickt.

Vor allem weil Charter noch auf andere Interessenten verweisen
kann. Die japanische Softbank ist auf der Suche nach dem besten Deal
für ihre US-Tochter Sprint. Eine Mobilfunktraumhochzeit mit dem
Wettbewerber T-Mobile US, die die meisten Synergien bringen würde,
stößt auf erhebliche Hürden in der Vorbereitung: Neben möglichen
Kartellproblemen tut sich Softbank schwer mit den
Bewertungsvorstellungen, die die Deutsche Telekom für ihre US-Tochter
und deren angeschlagene Konkurrentin hat. Daher haben die Japaner
auch das Gespräch mit Charter aufgenommen. Die US-Kabelunternehmen
sind vielfach bemüht, ihr Portfolio durch Mobilfunkangebote zu
ergänzen und damit neue Wachstumschancen zu erschließen. Auch hier
wird sich das M-&-A-Karussell noch weiterdrehen.



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ID: 61980 | Quelle: ots | Datum: 10.08.2017

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