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Blitzmarathon 2017 – So hat sich das Kontrollverfahren verändert

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• Sechster Blitzmarathon: Der Verband für bürgernahe Verkehrspolitik e.V. zieht Bilanz
• Verringerung der Zahl der Verkehrstoten: Konnte der Blitzmarathon seine Wirkung erzielen?
• Der europäische Blitzmarathon: 2017 nehmen weitere europäische Länder an den Geschwindigkeitskontrollen teil

Berlin, 18. April 2017 – Am 19.04.2017 findet der sechste Blitzmarathon statt. Wie auch im vergangenen Jahr, nehmen nicht alle Bundesländer teil. Der Verband für bürgernahe Verkehrspolitik e.V. blickt auf die Entwicklung zurück und zieht Bilanz. Ziel des ersten Blitzmarathon, der 2012 in NRW stattfand, war es, die Verkehrsteilnehmer nachhaltig zum langsamen Fahren zu animieren und die Zahl der Verkehrstoten zu senken. Rund 4.000 Polizisten kontrollierten 700.000 Verkehrsteilnehmer, von denen über 24.000 zu schnell unterwegs waren. Nachdem im Folgejahr alle Bundesländer teilnahmen, konnte Deutschland einen Rückgang der Zahl der Verkehrstoten von 3.606 auf 3.340 verzeichnen. Dennoch konnten trotz Ankündigung des Blitzmarathons regelrechte Raser-Exzesse festgestellt werden. Daher wurde im Jahr 2013 die Wiederholung des Blitzmarathons angekündigt.

2014 wurden 93.000 Verkehrssünder überführt. Im Vergleich zum Vorjahr stieg damit die Zahl der Raser erheblich. Eine Zunahme konnte man in diesem Jahr auch beim Blick auf die Zahl der Verkehrstoten verzeichnen. Diese stieg auf insgesamt 3.368. Verwunderlich waren diese Zahlen vor allem in Hinblick auf die Anzahl der eingesetzten Polizisten. Denn trotz dessen, dass weniger Polizisten eingesetzt und an weniger Messstellen kontrolliert wurde, stieg die Zahl der erwischten Verkehrssünder. Nicht zuletzt aus diesem Grund wurden erstmals kritische Stimmen laut, die den Blitzmarathon als sinnlos betrachteten. Laut der Kritiker diene dieser nicht der Verringerung der Zahl der Verkehrstoten sondern fände lediglich aufgrund der Einnahmen statt, die den Ländern aufgrund der Bußgelder zur Verfügung stehen.

Trotz Kritik fand im Jahr 2015 ein weiterer Blitzmarathon statt, an dem alle 16 Bundesländer teilnahmen. Zwar ging in diesem Jahr die Anzahl der Verkehrsverstöße auf 91.262 zurück, jedoch stieg die Zahl der Verkehrstoten auf 3.475 an. Wieder konnte der Blitzmarathon sein gewünschtes Ziel nicht erreichen. Lediglich am Tag des Blitzmarathons fuhren die Verkehrsteilnehmer im Schnitt langsamer. Aufgrund der angespannten Polizeilage, hervorgerufen durch den Flüchtlingsstrom, nahmen im Jahr 2016 lediglich 10 von 16 Bundesländern am Blitzmarathon teil. Als Begründung brachten die Bundesländer an, dass die Polizeibeamten für andere und wichtigere Aufgaben gebraucht werden. Die Anzahl der Verkehrstoten sank im Jahr 2016 jedoch erstmals seit 2013 auf 3.280 Verkehrstote.

Hinsichtlich der Entwicklung, konnte der Blitzmarathon bis heute sein gewünschtes Ziel, die Geschwindigkeit nachhaltig zu verbessern nicht erreichen. Jedoch fahren die Verkehrsteilnehmer während den Tagen der Kontrolle langsamer. Auch aus der Zahl der Verkehrstoten im Jahr 2016 lässt sich eine positive Bilanz ziehen. Hinzu kommt, dass der Blitzmarathon auch in anderen Ländern positiven Anklang fand. Seit dem 16.04.2015 beteiligen sich weitere Länder, wie Belgien, die Niederlande und Luxemburg an den Kontrollen. Im Jahr 2017 wollen insgesamt 22 europäische Länder einen Blitzmarathon durchführen und somit die Geschwindigkeitsverstöße und die Zahl der Verkehrstoten reduzieren.

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ID: 48230 | Quelle: Verband für bürgernahe Verkehrspolitik e.V. | Datum: 18.04.2017

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