Nationalpark Hohe Tauern - Bartgeier Lucky erobert Europa ...

Bartgeier Lucky erobert Europa

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Erfolgreiches Bartgeier Wiederansiedelungsprojekt im
Nationalpark Hohe Tauern

Matrei/Mittersill/Großkirchheim (ots) - Die zwei Junggeier Lucky
und Charlie wurden 2016 im Zuge des alpenweiten
Bartgeierwiederansiedelungsprojektes im Nationalpark Hohe Tauern im
Untersulzbachtal (Salzburg) freigelassen. Den ersten Winter in freier
Natur haben die Vögel gut überstanden. In jungen Jahren unternehmen
Bartgeier größere Streifzüge und können an einem Tag mit guter
Thermik bis 500 km zurücklegen. Lucky hat im Mai seine große Reise
durch Europa als Botschafter für den Artenschutz und den Nationalpark
Hohe Tauern angetreten.

Dank moderner Telemetrie werden ausgewählte ausgewilderte
Junggeier überwacht und ihre Standorte können mittels Satellitendaten
täglich eruiert werden. Am 16. Mai startete Lucky seinen
Erkundungsflug quer durch Europa. Zunächst flog er in die Allgäuer
Alpen und von dort bis in den Schwarzwald und weiter bis in den Harz,
drehte dort um und sein Rückflug führte zunächst bis in den Raum
Heidelberg. Von dort segelte er über Luxemburg und Belgien bis zu den
Texelinseln in den Niederlanden. Speziell in Holland wurde er von den
dortigen Vogelkundlern intensiv beobachtet.

Sein Rückflug in die Alpen führte zunächst in den Raum östlich von
Paris und von dort querte er Mitteleuropa bis zum Nationalpark
Bayerischer Wald und Nationalpark Sumava. Anschließend ging sein
Erkundungsflug südwärts über die Nationalparks Kalkalpen und Gesäuse
und den Alpenhauptkamm bis in den Nationalpark Triglav. Nach einigen
Tagen in den Julischen Alpen flog er wieder retour in die Hohen
Tauern, wo er seit 18. Juni - nach über einen Monat - wieder
angekommen ist.

Zwtl.: Bewährungsprobe Winter gut überstanden

Ihren ersten Winter in freier Wildbahn haben die beiden Geier gut
gemeistert. Der Winter ist "Notzeit" und somit eine natürliche
Auslese unter den Wildtieren Lucky und Charlie wurden nicht mehr
gefüttert. Sie suchten selbst die Sulzbachtäler in den Hohen Tauern
nach Futter ab und ernährten sich von Kadavern von Wildtieren, die
entweder unter eine Lawine gekommen, die abgestürzt sind, die eine
Wildkrankheit hatten, die im Winter aus Nahrungsmangel, Kälte
verendet sind. Lucky und Charlie haben ihre Bewährungsprobe gut
überstanden.

Zwtl.: Beobachtungsmeldungen sind besonders wichtig

Jede Sichtbeobachtung ist wichtig. Trotz der modernen
Satellitentelemetrie bilden diese Beobachtungen noch immer den
Schwerpunkt des Monitorings. Durch die Einbeziehung der freiwilligen
Beobachter (Almbauern, Senner, Jäger, Wanderer, Ornithologen etc.)
konnte ein dichtes Beobachternetzwerk aufgebaut werden und somit eine
Identifikation und Akzeptanz breiter Bevölkerungskreise mit den
Bartgeiern aufgebaut werden.

Auch Meldungen von Wanderern etc. sind besonders hilfreich. Hierzu
sollten Ort, Datum/Uhrzeit und eventuelle besondere Merkmale (z. B.
individuelle Bleichmuster, die durch das Aufhellen einzelner Federn
erzielt werden) gemeldet werden. Werden uns Beobachtungen von
markierten Bartgeiern gemeldet, erhalten wir wertvolle Informationen
zum Verbleib dieser Tiere. Auch Meldungen von Tieren ohne
Markierungen geben uns wertvolle Hinweise zur Verbreitung und
Häufigkeit von Bartgeiern. Fotos sind besonders hilfreich, da wir
damit oftmals das Alter der beobachteten Tiere einschätzen können.
Deshalb sind wir sehr froh über jede Beobachtung, die uns übermittelt
wird. Wenn Sie die Bartgeier in der Natur beobachten, melden Sie uns
dies bitte an beobachtung@gmx.net.

Zwtl.: Bartgeier Online

Auf unsere Homepage (www.hohetauern.at/online-service Bartgeier
online) können derzeit die Flugrouten von sechs unserer
ausgewilderten Vögel mitverfolgt werden. Oftmals mit einem spannenden
Ergebnis, wie uns gerade Junggeier Lucky bewiesen hat.

Projekthinweis: Nur dank der finanziellen Unterstützung durch das
EU-Förderprogramm "Ländliche Entwicklung" und des Sponsorings der
"Österreichischen Lotterien" kann dieses Artenschutzprojekt des
Nationalparks Hohe Tauern umgesetzt werden.

Bild(er) zu dieser Aussendung finden Sie im AOM /
Originalbild-Service sowie im OTS-Bildarchiv unter http://bild.ots.at

Rückfragehinweis:
DI Ferdinand Lainer
Projektleitung Greifvogelmonitoring
Nationalpark Hohe Tauern
Tel: 06562 40849-26
Handy: 0664 3436293
Mail: ferdinand.lainer@salzburg.gv.at

Digitale Pressemappe: http://www.ots.at/pressemappe/7093/aom

*** OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER
INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS - WWW.OTS.AT ***

Original-Content von: Nationalpark Hohe Tauern, übermittelt durch news aktuell

ID: 58161 | Quelle: ots | Datum: 29.06.2017

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